Marktbericht 366. Zuchtrinderversteigerung am 17.09.2026 in Traboch

Die Zuchtrinderversteigerung im Rinderzuchtzentrum Traboch am 17. September 2026 war mit über 200 verkauften Tieren gut beschickt. Das Angebot an trächtigen Kalbinnen stieg gegenüber August deutlich an und stellte bei der Sicherstellung des Absatzes eine gewisse Herausforderung dar.

Trotz der nach wie vor angespannten Futtersituation ist erkennbar, dass sich auf den Betrieben mittlerweile eine gewisse Planungssicherheit eingestellt hat. Gezielte Ankäufe von leistungsstarken Jungkühen werden weiterhin getätigt.

Obmann Matthias Bischof konnte auch bei dieser Versteigerung Kunden aus Kroatien und Italien begrüßen. Der allgemeine Besuch der Versteigerung war gut, wenngleich die Zahl der privaten Kaufinteressenten knapp war.

Fleckvieh

Ein sehr kleines Angebot an Kuhkälbern fand rasch Absatz. Mit steigenden Gewichten nahm auch die Zufriedenheit der Verkäufer zu.

Der Verkauf bei den Jungkalbinnen verlief etwas flotter als im August. Der Absatz in Richtung Jungviehaufzuchtbetriebe war gegeben, sodass etwas weniger Tiere vom Viehhandel angekauft wurden. Die Unterschiede in der körperlichen Entwicklung waren allerdings immens.

Der Versteigerungsverlauf bei den Jungkühen war nicht ganz so flüssig, wie es der Durchschnittspreis vermuten lässt. Insgesamt war das Interesse seitens der privaten Käufer gut, allerdings bei einem stark selektiven Kaufverhalten. Ankäufe nach Kroatien waren preisbildend und markträumend.

Trotzdem bestätigte sich die Strategie, dass die Produktion von Jungkühen aus vielerlei Hinsicht ein zukunftsorientierter Weg ist.

Das größere Angebot an trächtigen Kalbinnen zeigte die gesamte Bandbreite der Qualitäten. Da aktuell die Drittlandsankäufe noch sehr verhalten stattfinden, sorgte ein Treuhandkauf seitens der Organisation Rind STMK für zusätzlichen Absatz zu marktkonformen Preisen.

Die Preisbildung orientierte sich sehr stark an Trächtigkeit und körperlicher Entwicklung und lag zwischen 1.800 und 3.100 Euro netto.

Milchrassen

Die angebotenen Holsteinkühe waren leistungsstark, teilweise jedoch noch sehr jugendlich in ihrer Entwicklung. In Anbetracht dieser Tatsache waren die erzielten Preise ordentlich.

Die angebotenen Braunviehkühe waren wesentlich stärker gebaut und erzielten daher auch einen deutlich höheren Erlös.

Höchstpreise in den einzelnen Kategorien:

Fleckvieh:

FV-Kuhkälber: Kat. Nr. 5 V: HIMOLA
Verkäufer: Handler Christine und Thomas, Lichtenegg

FV-Jungkalbinnen: Kat Nr. 66 V: GS DEFACTO
Verkäufer: Kohlbacher Maria, Langenwang

FV-Jungkühe: Kat. Nr. 90 V: WOELSAU
Verkäufer:Pruegger Georg, Passail

FV-Kühe in Milch: Kat. Nr. 151 V: WINTERTRAUM
Verkäufer: Maierhofer Ernst, Muerzzuschlag

FV-trächtige Kalbinnen: Kat. Nr. 257 V: HAUDEGEN
Verkäufer: Hansmann Christiana, Oberwölz

Brown Swiss:

BS-Jungkalbinnen: Kat. Nr. 72 V: GS NEW YORK
Verkäufer: Roll Josef, Baernbach

BS-Kühe: Kat. Nr. 166 V: FRANKENSTEIN
Verkäufer: Riegler Thomas, Langenwang

BS-trächtige Kalbinnen: Kat Nr. 176 V: DEJAVU
Verkäufer: Berger Paul, Kapellen

Holstein:

HF-Jungkalbinnen: Kat Nr. 58 V: MUSIC
Verkäufer: Butter Florian, Kammern im Liesingtal

HF-Kühe: Kat. Nr. 163 V: MC SAM
Verkäufer: Maierhofer Ernst, Muerzzuschlag

HF-trächtige Kalbinnen: Kat Nr. 170 V: SKATER
Verkäufer: Berger Ingeborg, Mautern

Pinzgauer:

OPI-Jungkühe: Kat. Nr. 158 V: GANDOLF
Verkäufer: Ninaus Stephan, St. Josef

Nächste Zuchtrinderversteigerungen:

Do., 08.10.2026 – Greinbach

Di., 13.10.2026 – St. Donat

Do., 12.11.2026 – Traboch

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Georg Steiner