Marktbericht 358. Zuchtrinderversteigerung am 08.01.2026 in Traboch

Die Zuchtrinderversteigerung im Rinderzuchtzentrum Traboch am 8. Jänner 2026 war mit 123 verkauften Tieren etwas knapper beschickt, bot jedoch insgesamt ein erfreuliches Marktgeschehen.
Als bewährtes Stimmungsbarometer unter den Milchproduzenten war im Vorfeld mit Spannung erwartet worden, wie sich die geänderten Rahmenbedingungen am Milchmarkt auf die Nachfrage auswirken würden. Insgesamt präsentierte sich der Markt dabei durchaus stabil.

Obmann Matthias Bischof konnte etwas weniger private Käufer als bei vergangenen Versteigerungen begrüßen. Ein größerer Ankauf für das EU-Ausland trug jedoch wesentlich zu einer stabilen Marktsituation bei.
Im Rahmen der Begrüßung richtete LK-Steiermark-Vizepräsidentin ÖkR Maria Pein ihre Grußworte an die anwesenden Züchter und wünschte einen erfolgreichen Versteigerungsverlauf.

Fleckvieh
Die Nachfrage nach Kälbern gestaltete sich diesmal etwas ruhiger als gewohnt. Vor allem leichtere Tiere mussten geringere Preise hinnehmen, während sich mit steigenden Gewichten die Preisbildung entsprechend verbesserte.

Sehr erfreulich entwickelte sich erneut die Nachfrage nach Jungkalbinnen. Ankäufe seitens der Firma Schalk sowie der Jungviehaufzuchtbetriebe sorgten für einen lebhaften und zügigen Versteigerungsverlauf. Für die Frühjahrsversteigerungen wird empfohlen, dieses Segment verstärkt zu beschicken.

Die Jungkühe konnten preislich erwartungsgemäß nicht ganz an das Niveau der Herbstversteigerungen anschließen. Mit einem Durchschnittspreis von knapp 3.000 Euro zeigte sich das Ergebnis dennoch durchaus zufriedenstellend. Die private Nachfrage war breit vorhanden, wenngleich das Kaufverhalten etwas zurückhaltender ausfiel. Insgesamt blicken wir jedoch zuversichtlich auf die kommenden Versteigerungen in dieser Kategorie.
Die trächtigen Kalbinnen erfreuten sich sowohl bei privaten Landwirten als auch im Export einer guten Nachfrage. Je nach Entwicklungsstand und Trächtigkeitsstadium zeigte sich eine gut nachvollziehbare und faire Preisbildung.


Milchrassen
Die Auftriebszahlen der Tiere in Milch zeigten bei den Milchrassen eine leichte Steigerung. Der Absatz verlief differenziert, insgesamt jedoch zufriedenstellend. Einzelne Tiere erzielten Spitzenpreise von bis zu knapp 4.000 Euro netto. Der Großteil der angebotenen Tiere konnte zu für die Verkäufer erfreulichen Preisen abgesetzt werden.

 

Höchstpreise in den einzelnen Kategorien:
Fleckvieh:

  • FV-Kuhkälber: Kat. Nr. 24 V: SUPERSTAR
    Verkäufer: Stampler Maria und Erich, Deutschfeistritz
  • FV-Jungkalbinnen: Kat Nr. 47 V: GS DR DRE
    Verkäufer: Reichel Wolfram, Neumarkt in der Steiermark
  • FV-Jungkalbinnen: Kat Nr. 51 V: GS WILD BOY
    Verkäufer: Tappler Ewald, Söding
  • FV-Jungkühe: Kat. Nr. 109 V: SIDO
    Verkäufer: Pusterhofer Jürgen, Rettenegg
  • FV-trächtige Kalbinnen: Kat. Nr. 176 V: HUTERA
    Verkäufer: Stoff Manuela, Mühlen

Brown Swiss:

  • BS-Jungkalbinnen: Kat. Nr. 402 V: BRICE
    Verkäufer: Hartl Klemens, Rottenmann
  • BS-Jungkühe: Kat. Nr. 141 V: VISOR P*S
    Verkäufer: Waldauer Herbert, Bad Mitterndorf

Holstein:

  • HF-Jungkühe: Kat. Nr. 136 V: CHIEF
  • Verkäufer: Neuhold Anton, Wettmannstätten

Nächste Zuchtrinderversteigerungen:

Do., 08.02. – Greinbach
Di., 17.02. – St. Donat
Do., 05.03. – Traboch


Georg Steiner, Rind Steiermark

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