Wintergrüße aus der Oststeiermark

Dass sich die Oststeiermark winterlich weiß präsentiert, grenzt eher an eine Ausnahme und lässt die Herzen vieler Kinder und sonstig Schneebegeisterter bestimmt höherschlagen.
Auch nicht oft sieht man in dieser Gegend einen Auslauf mit derart exquisiten Pinzgauerkühen - wie am Hof von Christina und Christoph Grabner in Pöllau, wo sie mit Sicherheit für manches Aufsehen und Begeisterung sorgen!
Die beiden Jungbauersleute, welche künftig den Hof von Christophs Onkel, Albert Kerschhofer bewirtschaften, haben sich beim Herbststiermarkt 2016 ihren großen Wunsch nach einem Pinzgauerkalb erfüllt. Dass es nicht bei einem kastanienbraunen Rind bleiben würde, war für Christina schon von Anfang klar und so folgten nach und nach ein paar weitere vielversprechende Reinrassige, die ihr Potenzial eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten!
Es ist der umtriebigen und ambitionierten Art von Christina Grabner zu verdanken, dass Anfragen nie lange auf sich warten lassen und die letzte Nachricht, dass die Kälte dem Fototermin einen Strich durch die Rechnung mache, ließ schon Hoffnung und große Vorfreude aufkommen...
Und nachdem die Kaltluft bald von wärmerer und feuchter Luft abgelöst und der Auslauf somit weiß wurde, war der perfekte Rahmen für einen Fototermin geschaffen - die drei hochkarätigen Kühe wussten sich nicht nur zu präsentieren, es lässt sich auch einiges davon berichten:
FLORA (V: Lust) ist die älteste des Trios, welche aktuell in der dritten Laktation steht, beeindruckt sowohl mit ihrem Exterieur, als auch mit ihrer Leistungskraft und hat ihr genetisches Potenzial hoffentlich an Sohn Fernando weitergegeben. Der Faunus-Sohn wurde beim Frühjahrsstiermarkt 2019 verkauft.
PAULA (V: Gau) kam als Jungkuh ab Maishofen in die Oststeiermark und anlässlich des Jungkuhchampionats 2019 wieder für einen Kurzbesuch zurück, um sich als starke Jungkuh und Gau-Tochter perfekt in Szene zu setzen.
 
EMMA (V:Faux) stellt die Attribute der Pinzgauerrasse ganz besonders zur Schau. Die schöne Zweitlaktierende mit hervorragendem Euter hat das rassentypische Potenzial der Leistungssteigerung enorm ausgeschöpft und nach einer recht durchschnittlichen Erstlaktation und einer Zwillingsgeburt einen mehr als zufriedenstellenden Lauf ins zweite Kontrolljahr genommen.
Dass hier neben dem hohen Potenzial, das die Kühe mitbringen, zweifellos ein erstklassiges Management dazugehört, steht außer Frage und verdient höchste Anerkennung. Es belegt vor allem die Tatsache, dass Interesse und Freude am Tun unverzichtbare Komponenten für den Weg zum Erfolg sind.
Ein entscheidender Faktor ist aber mit Sicherheit das züchterische Talent, mit dem das junge Landwirtsehepaar ausgestattet ist und wenn Können mit dem nötigen Glück vereint wird, kommt oft Großes heraus - hoffen wir also, dass sich zum vielversprechenden Jungtier PERLE noch viele weitere dazugesellen und der Pinzgauerbestand am Hof von Albert Kerschhofer entsprechend weiterwachsen darf!
Auch Besitzer Albert Kerschhofer verdient an dieser Stelle ein großes Kompliment, weil er sich mit Christina und Christoph nicht nur Top-Nachfolger gesichert hat, sondern weil er Christinas Liebe zu den Pinzgauern nicht bloß gewährt, sondern auch entscheidend unterstützt hat - wie man sieht, hat's sich mehr als nur gelohnt!!
Christina Sendlhofer, ARGE Pinzgauer Österreich


Die Rinderzucht Steiermark gratuliert dem passionierten Zuchtbetrieb Kerschhofer in Pöllau ebenfalls herzlich zu dieser bemerkenswerten Entwicklung in der Pinzgauerzucht. Dass die beschriebenen Spitzenkühe in einer hervorragenden Fleckviehherde in der Oststeiermark ihre Heimat haben, steht auch als Sinnbild für unser Organisation und unser Motto „Vorteilsgemeinschaft“ für alle Züchter in der Steiermark zu sein, unabhängig welche Rasse in den Ställen züchterisch bearbeitet wird.
 
Reinhard Pfleger, RSTM