D4Dairy – Auftaktveranstaltung in Traboch

Das Projekt D4Dairy – Digitalisierung, Datenvernetzung, Erkennung (Detection) und Unterstützung für die Entscheidungsfindung (Decision support) hat es sich gemeinsam mit ca. 40 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und praktischen  Bauern unter der Leitung der Rinderzucht AUSTRIA/ZuchtData zum Ziel gesetzt, die Möglichkeiten der Digitalisierung im Kuhstall, aber auch entlang der Wertschöpfungskette Milch weiterzuentwickeln und den Nutzen für den Bauern aber auch für die Gesellschaft zu erhöhen. Nach einem Jahr intensiver Vorbereitungen starten jetzt die Piloterhebungen, um die notwendigen Daten für die wissenschaftliche Bearbeitung der Fragestellungen zu gewinnen.

24 Teilnehmer aus der Steiermark
Dafür wurden nahezu 100 innovative Landwirte, die am D4Dairy Projekt Genetik und Genomik teilnehmen in den vergangenen 2 Wochen geschult. 24 Betriebe aus der Steiermark beteiligen sich an diesem Projekt. Die Informationsveranstaltung fand am 29. November in Traboch statt. Im Fokus der Schulungen standen die Information der Landwirte und die genaue Erklärung der Datenerfassung und Dokumentation.


Tiergesundheit und Datenaustausch stehen im Fokus
Ziel ist es unter anderem, die von Sensoren und Systemen am Betrieb generierten Informationen auch für die Zucht auf Tiergesundheit zu nutzen. Es wird geprüft, ob Informationen über das Tierverhalten, die von Sensoren abgeleitet werden, auch für die züchterische Verbesserung der Klauengesundheit oder der Stoffwechselstabilität genutzt werden können. Derzeit sind Klauengesundheit und Stoffwechselstabilität im Gesamtzuchtwert nicht berücksichtigt. Des Weiteren wird am Aufbau von Schnittstellen zum Datenaustausch von Systemen gearbeitet, damit Informationen wie Kalbungen, Besamungen, etc. vom Landwirt nicht mehrfach erfasst werden müssen. Die Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Datenquellen ist auch die Grundlage, dass an neuen aussagekräftigeren Parametern geforscht werden kann. Während der 15-monatigen Laufzeit der Piloterhebungen werden an den Betrieben viele zusätzliche Gesundheitsmerkmale erfasst, um die Möglichkeit der Ableitung von Hilfsmerkmalen zu überprüfen.

Den teilnehmenden Landwirten, dem LKV, der Rinderzucht Steiermark, den teilnehmenden Firmen, Klauenpflegern und Tierärzten ist es zu verdanken, dass die Datenerhebung in diesem Umfang stattfinden kann.  

Mag. Kristina Linke