Rinderzucht News
5. Österreichweites Bergscheckenzüchtertreffen
Das diesjährige Züchtertreffen der Rasse Ennstaler Bergschecken fand am Betrieb Hauer Bernhard in Ardagger (Niederösterreich) statt. Neben Züchterkollegen aus dem Heimatbundesland Bernhards nahmen auch einige Züchter aus Oberösterreich sowie eine größere Gruppe steirischer Züchter die doch weite Anreise auf sich.
Der Biobetrieb Hauer legt seinen Schwerpunkt auf den Mostheurigen mit Gastwirtschaft, Catering und Hofladen. In der Tierhaltung steht die Bioschweinehaltung mit Ferkelproduktion und Ausmast für die eigene Gastronomie im Mittelpunkt. Daneben tummeln sich mittlerweile fast 40 Ennstaler Bergschecken – darunter 14 Kühe und ein Zuchtstier – im neu errichteten Rinderstall.
Wichtig ist Bernhard Hauer eine deutliche phänotypische Ausprägung der Exterieurmerkmale. Die Fütterung erfolgt silofrei mit Weidehaltung und belüftetem Heu im Winter. Männliche Rinder werden kastriert und nach der Ausmast ebenfalls im eigenen Betrieb verwertet.
Am Vormittag berichtete der Rassesprecher über die aktuellen Tierzahlen, das Angebot in der künstlichen Besamung sowie die Herausforderungen bei der Bereitstellung von Deckstieren – insbesondere hinsichtlich der Anforderungen für den Einsatz in der künstlichen Besamung.
Einen interessanten Einblick boten zudem die Ergebnisse einer Masterarbeit zur Erhaltung gefährdeter Rinderrassen in Österreich.
Der Zuchtleiter präsentierte den Leistungsabschluss Milch und Fleisch sowie populationsgenetische Parameter. Ausführlich berichtete er über die aktuellen Ergebnisse der SNP-Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Erbfehler Arachnomelie.
Die Geschäftsführerin der Fleischrinder Austria informierte über ihre Aufgaben in der österreichischen Fleischrinderzucht und die Vertretung in der ÖNGENE. Als österreichischer Beitrag im Deutschen Fleischrinder-Journal ist ein Artikel über die Erhaltungsmaßnahmen der Bergschecken geplant.
Dr. Matthias Brandstätter berichtete über sein Vermarktungsprojekt „Bergschecken in der Dachstein-Tauernregion“.
Zum Abschluss wurden der Rassesprecher Josef Lassacher und sein Stellvertreter Helmut Riedl in ihren Ämtern bestätigt.
Die Rind Steiermark wünscht der Rassegruppe mit ihren aktuell rund 140 Zuchtbetrieben weiterhin viel Erfolg.
FP








